Akupunktur

Die Akupunktur (von lt. acus = Nadel, pungere = stechen) ist eine alte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei der mithilfe von in den Körper eingestochenen dünnen Nadeln Krankheiten geheilt, Schmerzen gelindert oder das Wohlbefinden gesteigert werden kann.


 Normalerweise benutze ich (feine) Nadeln und ggf. auch Moxa (Beifusskraut das Nah bzw. über Akupunkturpunkten abgebrannt wird) zur Akupunktur.

 

Bei sehr schmerzempfindlichen oder Nadel-ängstlichen Patienten wie z.B. Kindern habe ich andere Möglichkeiten. Dort benutze ich entweder ein Elektroakupunkturgerät oder ein Softlasergerät. Genauso verhält es sich mit den Dauernadeln, die durch Ohrsamenpflaster ersetzt werden können.


 

Indikationen sind:

  • Akute und chronische Schmerzzustände (z.B. Migräne, Schmerzen des Bewegungsapparates, Magenschmerzen, Unterleibsschmerzen, ….)
  • Funktionelle (psychosomatische) Beschwerden (z.B. Reizdarm, Reizblase oder Reizmagen, andere organische Beschwerden bei denen keine körperliche Ursache zu finden ist)
  • Ängste, Unruhezustände und depressiver Verstimmung
  • Allergien
  • Gynäkologische Probleme (z.B. unregelmäßige oder schmerzhafte Periode, Prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit und Wechseljahrsproblemen)
  • Gewichtsreduktion
  • Raucherentwöhnung

Im Folgenden beschreibe ich die von mir angewendeten Akupunkturarten. Einige davon kombiniere ich bei Bedarf auch miteinander.



Ohrakupunktur




Das Ohr stellt eine Reflexzone dar. So ist es möglich darüber schmerzende oder kranke Organe 


  1. zu finden (gestörte Punkte sind meist schmerzhaft wenn sie getastet werden)

und


2. auch gleichzeitig zu therapieren (z.B. Magenpunkt bei Magenbeschwerden oder Blasenpunkt bei Blasenentzündung)



Ebenso existiert eine direkte Verbindung von der Ohrmuschel

zu Strukturen des Zentralen Nervensystems, weshalb sie auch bei Suchterkrankungen wie Nikotinabhängigkeit oder Esssucht gut wirkt.

 

Koreanische Handakupunktur

Die koreanische Handakupunktur wurde 1972 von Dr. Yoo in Seoul entdeckt. Das Besondere dieser Therapieform liegt darin, das die Hand nach Vorbild der klassischen (chinesischen) Akupunktur alle Körpermeridiane und Akupunkturpunkte repräsentiert, so dass sie in ihrer Wirksamkeit nicht hinter der Körperakupunktur zurücksteht.

 

Der Vorteil zu dieser besteht darin, dass kein Entkleiden des Körpers nötig ist und keine Gefahr von Organverletzungen besteht.

Des Weiteren ist die Hand aber genau wie das Ohr auch eine Reflexzone, die bestimmte Organe, die Wirbelsäule etc. spiegelt, die darüber ebenso behandelt werden können.

 

Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto

Dies ist eine Sonderform der Akupunktur, die 1973 von Toshikatsu Yamamoto entdeckt und seitdem fortlaufend weiterentwickelt und weitergegeben wurde.

 

Hierbei werden sehr feine Nadeln in der Stirn-Haar-Grenze nur 2 mm tief gesetzt. Sie hilft besonders gut bei akuten und chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates, leistet aber auch bei Sprachstörungen und Lähmungen nach einem Schlaganfall gute Unterstützung.