Die Pille - Eine Verhütung auf Kosten der Frauengesundheit!

Etwa 7 Millionen Frauen allein in Deutschland schlucken tagtäglich die Anti-Baby-Pille. 

Die meisten tun dies natürlich zur Schwangerschaftsverhütung, viele jedoch nehmen sie auch weil sie Probleme mit ihre Menstruation oder schlechte Haut haben und eine bessere Haut durch eine spezielle Anti-Baby-Pille bekommen wollen.


Die Pille gibt es seit 1961 in Deutschland, und sie ist auch von Anfang an verschreibungspflichtig, dennoch könnte man das Gefühl bekommen das es für die Frauen nur wie ein "Bonbon" ist.  Denn ich wage mal zu behaupten das die wenigsten Frauen wirklich eine Ahnung haben was diese kleine Pille für eine große (leider negative) Wirkung auf ihren Körper und ihre Gesundheit hat. 

Die Anti-Baby-Pille ist ein starkes Medikament, welches sich aus den Hormonen Östrogen und Progesteron in veränderter und biochemisch fremder Form unterschiedlich zusammensetzt. 

Durch die Pilleneinnahme wird im Körper nur noch ganz wenig natürliches Progesteron in den Nebennieren gebildet, da dieses aber auch eine Vorstufe von anderen Hormonen ist, kommt es besonders in Stresszeiten schnell zu einem allgemeinen hormonellen Ungleichgewicht im Körper.

Einige Frauen denken vermutlich das sie ja wenn sie die Pille nehmen ja eh nur körpereigene Hormone zuführen. Dem ist aber nicht. so. Den Unterschied erkennt man bereits daran das das natürliche Progesteron ja das Schwangerschaftshormon ist und dafür sorgt das eine Schwangerschaft erst eintreten und vor allem aufrecht erhalten werden kann während die meisten Ovulationshemmer (Anti-Baby-Pillen)sogar die Fähigkeit zur "Abtreibung" haben....allein daran erkennt man das es nicht das gleiche sein kann. 

Die Pille hat eine ziemlich hohe Konzentration von den Hormonen und dies muss auch so sein, weil sie sonst gar nicht wirken könnte.  Viele Frauen denken sie schlucken die Pille und die würde ihre Wirkung lediglich an den Eierstöcken und der Gebärmutter zeigen (die Pille hat eine dreifach Schutzfunktion: Sie verhindert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sie unterdrückt den Eisprung und sie macht den Zervixschleim für die ankommenden Spermien schon nahezu unüberwindbar) und so eine Schwangerschaft verhindern. So einfach und leicht ist das aber leider nicht.

Denn durch die Pille wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen. Hormone wirken immer auf den gesamten Körper. Sie sind winzige Botenstoffe, die ständig in Kontakt zu einander stehen und sehr gute Arbeit leisten können, allerdings auch nur wenn man sie ihre eigene Arbeit tun lässt und nicht noch ihre künstlichen Zwillinge zur Unterstützung schickt. 


So muss die Pille, nachdem sie geschluckt wurde, zuerst durch den Magen-Darm-Trakt und an der Leber, die ja unsere Entgiftungsfabrik im Körper ist, vorbei. Und diese leistet Höchstarbeit die giftigen, überschüssigen Stoffe und Hormone etc. zu eliminieren. Die Leber merkt sehr genau das da zu viel Hormone im Blut sind und beginnt sie zu bekämpfen. Das ist der Grund warum die Hormonkonzentration in der Pille (im Gegensatz zur Verhütung per Spritze, die aber auch immer noch genauso ein Eingriff in den Körper ist) so hoch ist, sie wandert erst durch den Magen-Darm-Trakt und von dort weiter zur Leber und erst danach kommt die Hormonbotschaft durch das Blut bei den Eierstöcken und der Gebärmutter an. 

Dadurch das die Pille 21 Tage durchgenommen wird und dann eine 7tägige Pause gemacht wird, fällt die Hormonkonzentration im Körper ab und es kommt zu einer sogenannten "Entzugs- oder Abbruchblutung". Dies ist keine normale Regelblutung, es ist schlicht und einfach eine Vortäuschung und dient zur Beruhigung der Frau . Die Entzugsblutung fällt bei den meisten Frauen auch viel schwächer aus als die normale Regelblutung da sich die Gebärmutterschleimhaut ja nicht wirklich aufbauen kann. Bei manchen frauen kommt es kaum oder gar nicht mehr zu einer Blutung unter der Pille und viele Frauen machen es ja auch schon so das sie die Pille im sogenannten "Halbjahreszyklus" nehmen, das bedeutet sie nehmen die Pille 6 Monate lang durch und machen dann eine Pause zu der es (eventuell) zu einer Entzugsblutung kommt. 

Die meisten scheinen nicht zu wissen das die Regelblutung (und damit ist die natürliche Regelblutung gemeint, keine Entzugsblutung) dem Körper der Frau jeden Monat eine Entgiftung/Entsäuerung schenkt. Das Endometrium der Gebärmutter speichert alle möglichen Salze, Säuren und Schlacken und diese können mit der Menstruation abgegeben werden. Dies ist ein eindeutiger Vorteil der Frau gegenüber dem Mann, zumindest so lange sie selbst in die Wechseljahre kommt und ihre Blutung irgendwann ganz aufhört. 

Desweiteren fallen je mehr Schlacken und Säuren in der Gebärmutterschleimhaut an, je ungesünder eine Frau lebt und vor allem sich ernährt.  Das führt wiederum zu Problemen wie PMS, Zyklusstörungen, starken Regelschmerzen, psychischen Verstimmungen und so weiter.


Aber die Schulmedizin hat für alles davon die Lösung: Die Pille!


Ich habe schon so oft von Frauen gehört  "Mein Frauenarzt hat gesagt ich soll nur die Pille nehmen dann verschwindet mein PMS." oder "Mein Gynäkologe sagt wenn ich die Pille lang genug nehmen verschwinden meine immer wieder kehrenden Zysten." (na klar weil sie künstliche unterdrückt werden, da ja die komplette Eierstockfunktion lahmgelegt wird!)


Zysten, PMS und sonstige Frauenprobleme haben ihre Ursache und können genau an dieser Ursache naturheilkundlich sehr gut behandelt werden ohne das die Frau ihren Körper dazu mit einer Hormonbombe belasten muss. In meiner Praxis arbeite ich bei diesen Problemen unter anderem mit Akupunktur, Kräuterheilkunde, Fruchtbarkeitsmassage, Frauen-Balance-Therapie und der aktiven Gesundheitsprophylaxe (Ernährungsumstellung!)

Im übrigen macht die Pille ja auch Nebenwirkungen und das nicht gerade wenig. Darunter fallen z.B. in leichteren Fällen, die aber ziemlich häufig auftreten können:

  • Kopfschmerzen und/oder Migräne
  • Übelkeit und/oder Kreislaufprobleme
  • Vitalstoffmangel (vor allem Vitamin B6 und B12, Folsäure, Vitamin D3, aber auch Vitamin C, gerade wenn zusätzlich noch geraucht wird)
  • Häufige Infektanfälligkeit (was sich unter anderem auf den Vitalstoffmangel und die Belastung der Leber bezieht)
  • Blutungsstörungen (wie schon oben erwähnt kommt es auch nur zur sogenannten Entzugsblutung, in extremen Fällen kann es aber auch zu Dauer(Schmier)Blutungen oder immer wiederkehrenden Zwischenblutungen kommen, dies ist als Zeichen an zu sehen das der Hormonhaushalt extrem gestört ist.)
  • (Scheiden)Pilzinfektionen
  • Libidoverringerung oder gar Verlust
  • Übergewicht (durch Wassereinlagerungen und/oder den appetitsteigernden Effekt den manche Pillensorten haben)
  • Psychische Verstimmungen (Depressionen, innere Unruhe oder Ängstlichkeit)
  • Post-Pill-Syndrom (dies bedeutet das Frauen die oft jahrelang mit der Pille verhütet haben, nach deren absetzen Probleme mit ihrem natürlichen Zyklus haben und oft auch Probleme haben schwanger zu werden)
  • Gallenprobleme/Koliken verursacht durch Gallengries oder Gallensteine
  • Osteoporose (diese fällt oft stärker aus als bei Frauen die nicht hormonell verhütet haben)
  • Schilddrüsenprobleme

In den selteneren Fällen, die aber weitaus schwerwiegender ausfallen, können auftreten:

  • Thrombosegefahr (mit den weiterfolgenden Problemen wie Lungenembolie, Herzinfarkt, Schlaganfall. Die Gefahr für diese drei Krankheitsbilder erhöht sich je älter die Frau ist die die Pille nimmt und vor allem wenn sie zusätzlich noch raucht oder andere Riskofaktoren hat)
  • Hoher Blutdruck (urplötzlich auftretend oder auch chronisch)
  • Die Gefahr an Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken steigt stark an (generell ist die Pille als krebserregend anzusehen)
  • Leberschäden und Gelbsucht
  • Diabetes (Frauen die bereits Diabetes haben sollten keinesfalls mit der Pille verhüten)

All das sind Gründe für die Frau doch noch einmal zu überlegen ob die Pille wirklich die richtige Verhütungsmethode für sie ist. Sie ist die einfachste und effektivste und (laut Statistik) mit die sicherste Methode eine Schwangerschaft zu verhindern, nur leider auf Kosten der Frau.

Wie sieht es bei euch aus? Nehmt ihr noch die Pille? Oder habt ihr sie schon abgesetzt und euch für eine natürlichere Verhütungsmethode entschieden. Berichtet mir gern.

Quellen:

Natürliche Hormontherapie von Dr. med. Annelie Scheuernstuhl und HP Anne Hild

Fortbildung und persönliche Erfahrung

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Kommentare: 3
  • #1

    Lina* (Donnerstag, 12 Februar 2015 17:04)

    Ich habe die Pille genommen als ich meinen ersten Freund hatte. Das war so etwa 2-3 Jahre lang. Ich habe gemerkt, dass meine "Lust" verschwunden ist und mich jeden Tag geärgert die Pille zu schlucken, die ja eh nichts mehr brachte, weil die Lust weg war.

    Ich verhüte seit ich etwa 20 bin mit NFP in Kombination mit Kondomen. Das ist perfekt für mich. Ich kenne meinen Körper inzwischen so gut, dass es keine Anstrengung ist, mal das Thermometer zu benutzen.
    Ich freue mich sehr, wenn ich merke, wie meine Hormone funktionieren und ich Lust bekomme (um den Eisprung und vor meiner Periode).
    Es war für mich sehr einfach schwanger zu werden, weil ich ja wusste wann es "Zeit" ist. Ich bin sehr froh, mich damals für NFP entschieden zu haben.

  • #2

    Sophia (Mittwoch, 04 März 2015 11:05)

    Ich habe sehr lange auf die Pille gesetzt, was mir tatsächlich am Ende nicht bekommen ist. Nach einer längeren Abstinenz merkte ich, wie ich wieder Herrin über meinen Körper wurde und genoss es total. Seit ein nun knapp 2 Jahren verhüte ich mit einer Kupferspirale. Das ist für mich momentan die einfachste Möglichkeit der Schwangerschaftsverhütung und ich fühle mich sehr wohl damit. Ich habe mich bewusst gegen eine Hormonspirale entschieden, da das unterm Strich das selbe Prinzip geworden wäre, wie die Pille wieder anzufangen. Die kupferummantelte Plastikspirale ist nicht das non plus ultra, das weiß ich selbst, aber für mich der beste Kompromiss, da das Kupfer zusätzlich noch Spermien abtötet und ich trotzdem eine zuverlässige Verhütung habe, wo ich nicht immer 100%ig auf meinen Körper achten muss, wenn die Lust spontan zu groß wird ;).
    Ich möchte aber auch jedem Mädchen und jeder Frau die dringende Bitte ans Herz legen Euch zu überlegen, ob ihr die oben genannten Risiken auf Euch nehmen wollt.

  • #3

    Jennifer Fuchs (Mittwoch, 04 März 2015 11:47)

    Vielen Lieben Dank ihr Beiden, über eure Erfahrungsberichte über eure nicht-hormonelle Verhütung.

    Ich hoffe auch das dieser Artikel viele Frauen und Mädchen erreicht!