HERZ-Gesundheit   Teil 6

Psychosomatik und Entspannung 

Heute kommen wir zu dem abschließendem Thema meiner HERZ-Gesundheit-Serie, dem, wie ich finde auch sehr große Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Denn es geht um Streß bzw. viel mehr wie man Streß verhindern kann, besser mit ihm umgehen kann, was für Auswirkungen er auf das Herz hat und welche Entspannungsformen ihm gut tun. Außerdem möchte ich ein wenig von der Organsprache des Herzens erzählen.

PSYCHOSOMATIK


Kommen wir als erstes zur Organsprache des Herzens. 

Das Herz ist aus meiner Sicht, in der Psychosomatik, der Sitz der Liebe und vor allem der Selbstliebe. Ich glaube bei diesem Wort erschrecken immer noch sehr viele Menschen und verwechseln hier die wichtige Selbstliebe mit dem krankhaften Narzissmus. Es ist schade mit anzusehen wie (nicht nur) junge Mädchen und Frauen denken sie dürften sich selbst nicht schön finden oder über sich selbst sagen das sie ihre Figur, ihre Haare, was auch immer toll finden oder sich selbst als intelligent betiteln....Immer schwingen so Sätze mit wie "Eigenlob stinkt"  oder "Man bist du eingebildet" oder, oder, oder....Dabei ist die Selbstliebe (darüber sollte ich glaub ich nochmal ein eigenen Artikel schreiben, sonst wird das hier zu lang) so wichtig. Und das "sich selbst annehmen" mit seinen Stärken, Schwächen, mit seinen hübschen Aussehen aber auch mit den vielleicht paar Pfunden zuviel oder aktuellen Pickeln gehört dazu. 

Das Herz ist also der seelische Ort unserer Liebe. Für uns selbst und für andere.

Welche psychosomatische Bedeutung für Herzerkrankungen gibt es?


Herzprobleme (allgemein):  Menschen mit Herzproblemen vergessen sehr oft ihre eigenen Bedürfnisse (oder stellen sie hinten an), sie "opfern" sich dem Job, der Familie ohne an sich selbst zu denken. Viele suchen (unbewusst) händeringend nach Liebe und Anerkennung (die versuchen sie eben auch durch herausragende Leistungen und Arbeit zu bekommen). Oft liegt dieses Problem darin das die Menschen die so sehr Liebe im Außen suchen, sich selbst nicht (genug) lieben. Und da gilt es anzusetzen.

Oft zeigen Herzprobleme auch ein bereits lange bestehendes emotionales Problem an (welches evtl auch verdrängt wurde). Herzprobleme können ebenfalls ein Mangel an Freude und/oder eine Verhärtung des Herzens (Hartherzigkeit, hier besonders zu sich selbst! Aber auch in manchen Fällen bei anderen) anzeigen. 


Herzklopfen: Dies ist oft das Zeichen für Aufregung (positive wie auch negative), Nervosität und/oder ein Übermaß an Stress. 


Herzinfarkt:  Hier gibt es auch wieder mehrere Bedeutungen. Laut Psychosomatik erleben Menschen häufiger ein Herzinfarkt die ihre Prioritäten falsch setzen und sich wegen Geld, Macht, Job oder anderem ihre ganze Freude aus dem Herzen pressen. 

Ebenso Menschen die auf Dauer eine negative Meinung von sich selbst haben und deren ständige Begleiter Sätze sind wie "Ich bin nicht gut (genug).", "Ich tue nicht genug." , "Ich werde es nie schaffen",  "Ich bin es einfach nicht wert (geliebt zu werden)." etc....

Zusätzlich gibt es die Fälle wo Menschen einen großen Verlust (Tod des Ehepartner, Kindes,...) erleben und verkraften sollen und wenig später am Herzinfarkt bzw. plötzlichen Herztod versterben. Schicksalsschläge bringen Herzen (völlig) aus dem Takt.

Was kann man gegen psychosomatische Herzbeschwerden tun?

Was kann ich (neben guter Ernährung und Bewegung) für mein Herz Gutes tun?


Selbstliebe! Das ist eigentlich schon die Antwort, kurz und knapp. Nur ein Wort und doch für viele Menschen so schwer umzusetzen. Deshalb ist es erstmal wichtig klein anzufangen Sachen zu ändern. Das bedeutet z.B. aufhören (permanent) an sich selbst herumzukritisieren oder auch schlecht über sich zu denken. Diese Sätze sollten umprogrammiert werden. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber wenn man am Ball bleibt wird es mit jedem Tag besser und besser.

Sätze können wie folgt geändert werden (dies sind nur Beispielssätze, du solltest ganz individuell bei dir gucken):

  • "Ich bin dumm"   in  "Ich weiß vielleicht noch nicht alles, aber ich kann alles lernen."    oder  "Ich bin bereit zu lernen."   oder  "Auch wenn ich es jetzt gerade nicht verstehe, kann ich es lernen."
  • "Ich kann das nicht."   in  "Ich schaffe alles was ich mir vornehme (mit Ruhe und Zeit)."  oder  "Ich freue mich es (neu) zu versuchen."  
  • "Ich sehe häßlich aus."  in  "Ich habe wunderschöne glänzende Haare und ein tolles Lachen"  oder "Mein Bauch und meine Beine gefallen mir richtig gut." oder  "Meine Augen leuchten so schön." (Suche die positiven Dinge an dir, statt dich auf anscheinend negativen zu konzentrieren).

Schön ist es auch wenn man sich abends vorm Einschlafen (dann wird es am besten und schnellsten ins Unterbewusstsein aufgenommen, aber du kannst es so oft du magst auch am Tage sagen) öfter nacheinander (20,30 mal oder öfter) eine für sich passende Affirmation aufsagt. Wenn man mehrere Affirmationen passend findet, fängt man trotzdem erstmal mit einer an, so verankert sie sich besser im Unterbewusstsein. Nach ein oder zwei Wochen kann man zu einer anderen Affirmation wechseln, bzw. eine andere dazu nehmen. 


Schöne Herz-Affirmationen sind:


  • "Ich akzeptiere mich so wie ich bin"
  • Ich mag mich mich so wie ich bin."
  • "Ich nehme mich so an wie ich bin und gebe mir jeden Tag etwas mehr Liebe."
  • "Ich liebe mich zu jeder Zeit und egal was passiert."
  • "Ich bin es wert (geliebt zu werden)."
  • "Ich habe eine tolle Ausstrahlung."
  • "Ich spüre sehr viel Freude in meinem Leben."
  • "Ich genieße das Leben."
  • "Ich genieße die Gegenwart und freue mich auf meine Zukunft."

Es gibt so viele Affirmationen, such dir eine aus, denk dir vielleicht am besten sogar selbst eine/welche aus, denn dann stammen sie 100%ig von dir und kommen glaubhafter bei deinem Unterbewusstsein an ;o)

Kommen wir jetzt noch einmal zurück zum Thema Stress und Entspannung.


Was passiert bei Stress im Körper?


Zuerst einmal muss man sagen, es gibt Eustress (positiver) und Disstress (negativer) Stress, allerdings kann der Körper die beiden Stressarten nicht wirklich unterscheiden, da für ihn Stress eben Stress ist und die gleichen Stress-Kaskaden ablaufen.  Einziger Faktor der die beiden dennoch unterscheidet und so den Eustress zu einem etwas "gesünderen" (wenn man das so sagen darf) Stress macht, ist das beim Eustress meist auch gleichzeitig (zu den Kampf- und Fluchthormonen Adrenalin und Noradrenalin) Glückshormone frei gesetzt werden.  Eustress sind z.B. Situationen wie die bevorstehende eigene Hochzeit, ein Konzert welches man gibt, eine sehr wichtige Prüfung, die Geburt eines Kindes, eine Achterbahnfahrt oder ähnliches. Dies sind meist auch Situationen die nicht auf Dauer anhalten und so wieder vergehen. Verheerender ist da der Disstress gerade noch wenn er als Dauer-Stress auftritt. Hier dominieren dann nicht die Katecholamine (Adrenalin und Noradrenalin) sondern die Glukokortikoide (hier besonders bekannt: das Cortisol) welche unter anderem auch für einen dauerhaften Anstieg des Blutzuckers sorgen und dieser ist, wie schon in den anderen Artikeln beschrieben, schädlich für die Nerven- und Blutgefäße.

Dauerstress ist häufig bei Workaholics der Fall, aber auch bei Frauen die gleichzeitig versuchen ihr  Mutter-, Ehefrau-, Putzfrau-, und Köchin-dasein mit ihren Job unter einen Hut zu bekommen oder bei Menschen die unter (krankhaftem) Perfektionismus und Leistungszwang leiden.


(Akuter) Stress führt zu:

  • Ansteigen von Blutdruck und Puls
  • Erhöhung von Blutzucker und Blutfettwerten

und belastet so, gerade wenn er häufiger auftritt oder doch irgendwann in Dauerstress ausartet, unter anderem das Herz.

Entspannung - ist wichtig für das Herz


Damit man gar nicht erst in die oben beschriebene Stress-Kaskade rein kommt, bzw. sich schneller daraus lösen kann ist Entspannung unentbehrlich. Entspannung in Kombination mit gutem Essen und Sport können sehr viel für dein Herz tun! 


Welche Entspannungsmöglichkeiten gibt es? 

  • Ein schönes langes Bad (am besten ein Basenbad, denn Stress wirkt stark übersäuernd)
  • Ein langer Spaziergang in der Natur
  • Geführte Entspannungs- oder Meditationsübungen (gibt es auf CD oder man kann einen Kurs bei der VHS besuchen)
  • Yoga oder Qi-Gong (hier am besten einen Kurs belegen, zu Hause kann man es dennoch für sich allein nutzen)
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (Kurs)
  • Autogenes Training (Kurs)
  • Regelmäßige bewusste Auszeiten nehmen

Bei all den oben genannten Sachen steigt der Erfolg (und damit die Stressminimierung bzw. die Stressresistenz wird besser) je regelmäßiger man übt. 

Zum Abschluss dieses Herzthemas (welches mir selbst wirklich am Herzen liegt) möchte ich euch noch eine Chakraübung vorstellen. Und zwar eine Chakraübung für das 4. Chakra (das sogenannte Herzchakra). Probiert sie aus, am besten wirkt sie natürlich, wenn man sie regelmäßig macht.

  • Lege dich entspannt auf den Rücken und schließe die Augen.
  • Nun reibe einige Male deine Handflächen aneinander  (um die Handchakras zu aktivieren und die Hände zu wärmen)
  • Lege dann die linke Hand auf die Mitte des Brustkorbes, die Fingerspitzen weisen dabei nach rechts.
  • Nun die rechte Hand auf die linke legen.
  • Ganz entspannt atmen.
  • Vertiefe nun die Atmung, besonders bei der Ausatmung. (Am besten ist es durch die Nase tief ein zu atmen und durch den Mund doppelt so lange wieder aus)
  • Stelle dir nun beim Einatmen vor wie du Lebensenergie aufnimmst.
  • Beim Ausatmen stellst du dir dann vor wie diese durch deine Handflächen in dein Herzchakra (Brustkorbbereich) strömt
  • Du kannst die Wirkung noch verstärken indem du dir die Energie die in deinen Brustkorb fließt als grünen Lichtstrahl vorstellst.
  • Fortgeschrittene können sich auch noch vorstellen wie dieser Lichtstrahl zu einer grünen Energiekugel oder Energiewirbel im Brustkorbbereich wird.
  • Mache diese Übung sieben Atemzüge lang.
  • Lege die Hände danach an die Seite und bleibe noch eine Weile liegen um der Wirkung nachzuspüren.

Ich hoffe euch ein kleinen Einblick in das Thema Herz und Entspannung geben zu haben und vielleicht könnt ihr ja das ein oder andere für euch nutzen. Denn VORBEUGUNG ist natürlich immer besser !


Schreibt mir doch was ihr so für eure persönliche Entspannung tut. Das würde mich sehr interessieren. Ich wünsche euch noch einen wunderschönen, entspannten Tag.

Quellen:

Gesundheit für Körper und Seele von Louise L. Hay

Dein Körper sagt "Liebe dich!" von Lise Bourbeau

Naturheilpraxis Heute von Elvira Bierbach

Chakra-Praxisbuch von Kalashatra Govinda

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